11 Okt
Eine Halbzeit starke Abwehr reicht nicht
Partenkirchens Männer 1 halten 45 Minuten mit Landsberg mit und brechen dann ein - Widenmayer: "Uns fehlt einfach die Breite."

06 Dez
Männer I
Im letzten Spiel des Jahres empfangen Männer 1 am Samstag mit dem TSV Ottobeuren II ein weiteres Top-Team der Bezirksliga in der Ballsportarena
Die Zeit am Ende des Jahres ist immer auch eine um innezuhalten, zurückzublicken, zu analysieren. Mit dem letzten Spiel des Kalenderjahres 2024 verabschieden sich Partenkirchens Handballmänner gegen den TSV Ottobeuren II am Samstag (19 Uhr) in der Ballsportarena Partenkirchen in die wohlverdiente Weihnachtspause.
Coach Christoph Widenmayer und seine Mannen sind seit Juni "im Saft", trainieren jede Woche, hatten eine intensive Vorbereitung mit mehr als 6 Testspielen und können am Wochenende nicht nur für eine weitere Woche Spitzenreiter der Bezirksliga Alpenvorland bleiben sondern vielleicht sogar auf dem Platz an der Sonne über Weihnachten bleiben. Es wäre durchaus eine Entwicklung, die nicht überraschend ist. Seit 2018 bastelt man an einem starken Männerteam, das sich über die Jahre eingespielt und immer wieder Neuzugänge und spätere Leistungsträger behutsam aber langfristig etabliert hat. Gerade hier, am Alpenrand, gibt es keine kurzfristigen Entscheidungen. "Wir schauen seit Jahren ganz genau hin, wer zum Team passt und wer nicht", meint Hannes Bräu, sportlicher Leiter der TSVP-Handballer. Nicht alles geht in Partenkirchen über den sportlichen Erfolg, über herausragende Einzelkönner. "Mehr als in fast allen anderen Mannschaftssportarten zählt bei uns im Handball der Teamgedanke."
Und der ist es, der die Partenkirchner dieses Jahr zu einem verdammt schweren Gegner. Neben Youngster Lukas Sauter hat sich eine stattliche Anzahl an guten, motivierten Handballern im besten Alter zusammengefunden, die gut mit den Routiniers und Leistungsträgern der vergangenen Jahre wie Franz Rieger und Thomas Bräu harmonieren. Hinzu kommt eines der besten Torhüterduos der Liga. Ja, es ist nicht mehr so leicht geworden, gegen Partenkirchen Tore zu werfen. Hinzu kam der kontinuierliche Ausbau der Infrastruktur. 2018 zunächst nur eine Trainingshalle, seit Herbst eine eigene spielfähige Vereinshalle. Dass es mal Zeiten gab, in denen man auch mit dem Männerteam in einem Drittel einer Dreifachturnhalle trainieren musste und in den Ferien vor verschlossenen Hallen stand, sind definitiv vorbei. Diese positive Entwicklung hat auch Personen angezogen, überzeugt. Zuletzt Torwart Lucas Scheffler, der wieder aus Murnau nach Partenkirchen kam oder auch Ex-Profi Max Wasielewski, der sich ganz in den Dienst der Mannschaft stellt und mit seiner Expertise Gold wert ist.
Am Samstag nun wartet mit dem TSV Ottobeuren II der letzte Gegner für das Jahr 2024. Es ist das letzte Gefecht mit einem Team, das in diesem Jahr wieder zu den besten Bezirksligateams gehört und mit Jesse August Corpus den mit Abstand besten Torjäger der Liga in ihren Reihen hat. Ein weiterer Topgegner in der Ballsportarena vor dem Widenmayer Respekt hat: "Ottobeuren steht für sehr guten Handball mit ausgezeichneter Jugendarbeit. Wir erwarten einen Gegner auf Augenhöhe." Mit einem Sieg über Ottobeuren sind die Partenkirchner mindestens noch eine Woche Spitzenreiter der Bezirksliga Alpenvorland oder, falls Pullach in Fürstenfeldbruck verlieren sollte - sogar Tabellenführer über die Weihnachtspause hinweg. Man darf gespannt sein - auf Samstag und auf 2025...
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