11 Okt
Eine Halbzeit starke Abwehr reicht nicht
Partenkirchens Männer 1 halten 45 Minuten mit Landsberg mit und brechen dann ein - Widenmayer: "Uns fehlt einfach die Breite."

06 Dez
Männer I
Männer 1 führen zur Halbzeitpause gegen Tabellenführer Kempten/Kottern, scheitern am Ende aber auch an der individuellen Klasse der Allgäuer
Eines war nach diesem Abend klar: Der Titel, die Meisterschaft in der Bezirksoberliga Alpenvorland und damit der Aufstieg in die Oberliga Süd wird nur über die SG Kempten/Kottern gehen. Auch wenn Partenkirchens Handballmänner vor heimischer Kulisse phasenweise eine bärenstarke Partie ablieferten, zur Halbzeit sogar führten (17:16), war am Ende die individuelle Klasse der Allgäuer einfach einen Tick besser (28:36).
"Ich bin wirklich stolz auf das Team", erklärte Coach Christoph Widenmayer direkt nach der Partie. Das vorletzte Heimspiel des laufenden Kalenderjahres hatte er bereits im Vorfeld als "Bonusspiel" tituliert. Man wolle dem großen Favoriten etwas entgegenstellen und überraschen. Überrascht waren die Gäste auch, als sie vier Minuten vor Ende der ersten Halbzeit gar mit drei Toren in Rückstand gerieten (14:17). Widenmayer hatte seine Abwehr sehr defensiv gestellt, um auch die beiden Ausnahmekönner aus Kempten, Daniel John und Simon Bareth unter Kontrolle zu bringen. Zumindest bis dahin gelang das auch, während man vorne mit Maximilian Wasielewski am Kreis eine taktisch neue Ausrichtung aufzeigte, die phasenweise sehr erfolgreich umgesetzt wurde und den Rückraumspielern - vor allem Valentin Müller - neue Freiräume gab.
Im zweiten Spielabschnitt trat dann aber ein, was sich Ende des ersten Spielabschnitts bereits andeutete. Kempten setzte im Angriff auf die Brechstange, das hieß: Daniel John und Simon Bareth bekamen kaum mehr eine Verschnaufpause und liefen nonstop auf die Partenkirchner Abwehr zu. "Die beiden sind da kaum zu stoppen", gesteht Widenmayer. Die Folge: Zeitstrafen, Strafwürfe und Kempten war 15 Minuten vor Ende mit zwei Toren in Führung. Beinahe das ganze Angriffsspiel der Allgäuer war und ist auf diese beiden Akteure ausgerichtet. Zusammen erzielten sie 26 oder 36 Gäste-Tore. Hätte der TSVP seine erfolgreiche Offensivstrategie auch nach der Pause fortgesetzt, wäre es wohl ein wenig enger geworden. Zwischen Zeitstrafen gesellten sich noch Fehlwürfe und technische Fehler. Kleinigkeiten, die der Tabellenführer sofort ausnutzte. "Am Ende muss man anerkennen, dass die SG heute wieder die bessere Mannschaft war. Vielleicht nicht so deutlich wie erwartet, aber unterm Strich eben schon."
Auf Partenkirchner Seite setzte vor allem Valentin Müller seinen Positivtrend fort und war mit 11 Treffern bester TSVP-Schütze. Bereits am kommenden Dienstag (9.12.2025) empfangen die Männer 1 zum letzten Heimspiel des Jahres die HSG Isar-Loisach. Aktuell ein Duell um den Abstieg. Es geht um wichtige Punkte. Kommt in Rot, unterstützt unser Team!
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