11 Okt
Eine Halbzeit starke Abwehr reicht nicht
Partenkirchens Männer 1 halten 45 Minuten mit Landsberg mit und brechen dann ein - Widenmayer: "Uns fehlt einfach die Breite."

27 Feb
Männer I
In der Liga stehen Männer 1 am Samstag (20 Uhr) vor einem Endspiel gegen den TSV Gilching - abseits des Parketts verlängert der Trainer vorzeitig
Vielleicht ist das genau die Botschaft, die seine Handballer benötigen: Christoph Widenmayer, Aufstiegstrainer beim TSV Partenkirchen, verkündet vor dem Abstiegskracher gegen Gilching am Samstag seinen Verbleib. Ganz egal, wie diese Seuchensaison ausgeht. „Ich hab’ unabhängig von der Liga zugesagt“, betont er. Die Symbolik ist ihm wichtig. Sie befinden sich ja nicht auf einem sinkenden Schiff. Der Verein und sein Nachwuchs sind intakt, ja sogar im Aufschwung. Die Bezirksoberliga ist im Ansatz auch die passende Klasse für die Männer-Mannschaft, nur fehlt’s in Jahr eins an Breite im Kader – und am nötigen Dusel. Schwerste Verletzungen und unglückliche Niederlagen haben sie in die schwierige Lage manövriert. Im Heimspiel (20 Uhr) muss ein Sieg her, sonst war’s das mit der BOL. „Nach dem Spiel bewerte ich die Situation neu. Aber ich bin ganz optimistisch, dass wir die Flamme am Leben halten.“
Auf Gilching sind die Roten Rebellen schon häufiger getroffen, etwa in der Vorbereitung – und sahen jedes Mal gut aus. Im Hinspiel lagen sie noch in der zweiten Halbzeit deutlich vorn (mit sechs Toren), nur um in der Schlussphase den Sieg wegzugeben und noch unentschieden zu spielen. „Da haben wir gezeigt, dass wir’s können“, erklärt der Trainer. Seine Zuversicht speist sich auch aus dem Personal: Sämtliche Ausfälle der Vorwoche (Max Wasielewski sowie die Rieger-Brüder) kehren zurück, bei Ahmed Bouhamidi hielt das Knie im Training. „Wir sind so gut besetzt, wie wir können.“
Abseits des Abstiegsdramas begann Widenmayer mit der Planung für die nächste Spielzeit. Ein paar Ältere, hat er abgecheckt, hören auf. Ansonsten geht er nicht davon aus, dass viele wechseln, nur weil es eine Stufe nach unten gehen könnte. „Wir wollen zusammenbleiben, egal in welcher Liga.“ Emotional befinde sich das Team in einer guten Lage, erklärt Widenmayer. Jeder im TSVP-Lager kann die Situation realistisch einordnen. Der Saisonverlauf, der freilich nicht gewünscht war, lasse sich eher auf die Umstände zurückführen als auf fehlende Substanz. Selbst im Angesicht der vielen Rückschläge „begeistern wir die Zuschauer, haben die meisten der ganzen Liga – und das als Abstiegskandidat“, sagt Widenmayer. Das werden die Partenkirchner an diesem Samstag einmal mehr belegen. Zum ersten Mal treten sie um 20 Uhr an. Nochmals ein „bissl mehr Partystimmung“, wie der Coach vermutet – „nur hoffentlich diesmal mit zwei Punkten“. (Andreas Mayr/GAP-Tagblatt)
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