
Alles anders, nur nicht beim TSVP
18 Aug
Alles anders, nur nicht beim TSVP
Kleinere Spielklassen im Alpenvorland - Normale Saison in der Bezirksliga
Garmisch-Partenkirchen – Hannes Bräu hatte es bereits im vergangenen Jahr angesichts der Auswirkungen durch die Corona-Pandemie vorgeschlagen: Verkleinert doch die Ligen, teilt sie regionaler auf, entzerrt den Spielplan. Diese Anregung kam nicht nur vom stellvertretenden Abteilungsleiter und Co-Trainer der Ersten Mannschaft des TSV Partenkirchen, auch viele Kollegen anderer Vereine äußerten sich dementsprechend. Der Bayerische Handball-Verband (BHV) setzte dies in der abgebrochenen Saison nicht um, kommt dem jedoch nun zur neuen Spielzeit 2021/22 nach. Sprich: Die Ligen im Bezirk Alpenvorland sind kleiner, regional aufgeteilt, der Spielplan wurde entzerrt.
Aber: Das gilt nicht für den TSV Partenkirchen. Denn als einzige Klasse im Alpenvorland spielt die Bezirksliga Herren eine normale Saison. Warum? Bräu hat da eine Ahnung: „Normalerweise waren es mehr Mannschaften in der Liga, jedoch haben einige zurückgezogen.“ In der Vorsaison waren es noch elf Teams, nun sind es nur neun. Die SG Kempten-Kottern II hat wie auch der TSV Schongau nicht gemeldet. In Schongau beklagt man einen zu kleinen Kader, zudem befindet man sich noch auf der Suche nach einem Trainer.
Dennoch ist die Bezirksliga die größte Spielklasse im Bezirk. Eine Splittung hätte jedoch aus regionalen Gesichtspunkten keinen Sinn ergeben. „Da sind viele Teams dabei, die aus der Nähe von München kommen“, betont Bräu. Nun ist sein Vorschlag zwar umgesetzt worden, aber eben nicht in der Liga des TSVP. Der Co-Trainer betitelt die jetzige Konstellation dennoch als positiv. „An sich ist das gar nicht so schlecht. Sie garantiert uns – solange natürlich gespielt werden darf und Corona nicht wieder dazwischenfunkt – eine Saison bis April.“ Im Hinterkopf hat Bräu dabei, dass sich das TSVP-Team in dieser Zeit finden kann, einen regelmäßigen Spielrhythmus hat. „Bei den kleineren Ligen kann es sein, dass die Saison bereits im Februar zu Ende ist.“
Genaueres weiß man aber derzeit nicht, die Vereine warten noch auf die neuen Durchführungsbestimmungen. Auch Bräu fragt sich bereits, wie viele Mannschaften in der Bezirksliga auf- und absteigen werden. Immerhin soll der Weg des TSVP weiter nach oben führen. „Wir wollen in die Bezirksoberliga, auch wenn das kein Selbstläufer wird“, betont er. Los geht das Unterfangen Meisterschaft für die Partenkirchner am 2. Oktober, dann werden sie zu Gast beim HSG Gröbenzell-Olching sein.
Die Reserve trifft an Spieltag eins, der am 16. Oktober über die Bühne gehen soll, auf die HSG Isar-Loisach II. Dies wird einer von lediglich drei Gegnern in der Bezirksklasse Süd-Ost sein. Bisher hatte es zwei Staffeln gegeben, nun sind es vier á vier Mannschaften. In den einzelnen Ligen läuft die Vorrunde bis Weihnachten. Im neuen Jahr werden dann vier neue Gruppen gebildet mit jeweils den Erstplatzierten, den Zweitplatzierten und so weiter. Nur die „Einserstaffel“ spielt dann um den Aufstieg. Genauso wird es auch in den Bezirksligen der Frauen gehandhabt, was wiederum die Damen des TSVP betrifft.
Auch die Bezirksoberligen der Männer und Frauen wurden in jeweils zwei Spielklassen unterteilt. Die Damen des TSV Murnau starten in der kommenden Saison in der Ost-Staffel und werden auf sechs Kontrahenten treffen. In diesen Ligen sieht der Modus eine Vorrunde mit Hin- und Rückspielen vor, die bis zu den Faschingsferien 2022 beendet sein sollen. Anschließend folgen „Play-Ups“ und „Play-Downs“. Die Bezirksklasse der Frauen wurde hingegen komplett gestrichen.
(Patrick Hilmes/Roland Halmel für das Garmisch-Partenkirchner Tagblatt vom 19.8.21)
Foto: Andreas Mayr